Die Idee dazu hatte ich Ende März. Damals wurde der Nistkasten in Form eines Wohnwagens, den wir im Garten stehen haben, nach ca. zwei Jahren nun noch von einem Blaumeisenpärchen als Brutstätte ausgewählt. Meine Frau bemerkte plötzlich reges Treiben am Einflugloch und es wurde immer wieder Nistmaterial herbeigeschafft.
Schnell hatte ich meine Kamera mit dem Tamron 150-600 mm bestückt und diese auf das Stativ montiert. So konnte ich mit ausreichend Abstand den Nistkasten beobachten und einige Fotos schießen. Hier wurden Erinnerungen an die Corona-Zeit wach, als ich auch zu Hause festsaß und während des Lockdowns bei sommerlichen Temperaturen Vögel im Garten fotografiert hatte.

So kam mir die Idee, selbst eine weitere Behausung für unsere gefiederten Besucher zu bauen, anstelle diese fertig zu kaufen. Eine gute Gelegenheit, mich am Wochenende etwas im Garten zu bewegen, sofern das Wetter es zulässt. Kurzerhand fuhr ich zum Baumarkt und besorgte das nötige Material.
Bei Aldi gab es Ende März eine klappbare Werkbank für 20 €, die ich natürlich gleich mitgenommen hatte. Um es mit den Worten eines berühmten Filmzitates von Marlon Brando alias Don Vito Corleone in „Der Pate“ auszudrücken: Ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte.
Auch die damals angebotene Mini-Handkreissäge für knapp 50 € wanderte in meinen Einkaufswagen.

Beim Zusammenbauen machte ich mir Gedanken über die Farbe des Häuschens. Meine erste Idee war, ein Rot mit weißen Kanten im Stil der schwedischen Häuser oder alternativ dazu, Blau und Weiß zu verwenden und dem Projekt einen eher maritimen Stil zu verleihen. Schließlich wohnen wir nicht so weit vom Meer entfernt. Meine Wahl fiel auf Blau.



Eine Seite des Daches wurde mit Scharnieren befestigt, damit kann der Kasten bei Bedarf gereinigt werden.
Ursprünglich wollte ich online etwas Dachpappe für den Modellbau bestellen, die bereits in Form von Dachschindeln zugeschnitten ist. Da fiel mein Blick auf einen leeren Blumenkasten meiner Frau. Die ziegelrote Farbe und die gewölbten Kanten waren ideal für das Dach.

Aus diesem Blumenkasten schnitt ich anschließend die Teile für das Dach heraus und hatte auch gleich eine Dachrinne. Ein weiterer Vorteil: Das Dach ist witterungsbeständig und kann leicht von evtl. Vogelkot gereinigt werden. Zum Abdichten der oberen Kanten habe ich anschließend Heißkleber verwendet.

Anschließend wurden die Winkelleisten zugeschnitten, weiß gestrichen und mit kleinen Nägeln an den Ecken befestigt. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern verdeckt auch die Schraubenköpfe.
Im Boden wurden einige Löcher gebohrt, um das Regenwasser abfließen zu lassen, denn ich hatte noch eine kleine Mauer um die Grundplatte herum geplant.

Die Leisten für die Mauer wurden mit einem speziellen Lackspray in Steinoptik lackiert, was mich allerdings einiges an Nerven gekostet hatte. Die Düse war jeweils nach ein paar Sekunden anscheinend durch die Partikel im Lack verstopft und ich musste diese abnehmen und mit einem kleinen Nagel reinigen. Dann ging das Spiel von vorne los.


Zum Schluss wurde noch etwas maritime Deko aus dem Internet mittels Heißkleber am Nistkasten befestigt.



Aus dem restlichen Material hatte ich anschließend noch einen Blumentrog mit einem Schaf gebaut.


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